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Luftseilbahn Wengen-Männlichen

Geschichte

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Ein Meilenstein auf Männlichen war der Bau der Luftseilbahn Wengen Männlichen im Jahre 1954. Damit begann eine beispielhafte Erfolgsgeschichte des Ski- und Wandergebietes vor einer der schönsten Bergkulissen der Welt. Der Bau der Bahn war die Idee einiger Wengener, die sich um die Zukuft des Kurortes sorgten. Im Jahre 1949 gründeten sie ein Initiativekomitee. Die Initianten mussten in diesen schwierigen Nachkriegsjahren grosse Hürden nehmen, um das Projekt voranzubringen. Zum einen zeigte sich ein Teil der Bevölkerung skeptisch, da sie bis dahin vorwiegend ausserhalb des touristischen Geschehens gestanden hatte, zum anderen waren es die fehlenden finanziellen Mittel, die den Einheimischen eine Beteiligung am Unternehmen versagten. Die Bahn kam dank kräftiger ideeller und finanzieller Hilfe von auswärts dennoch zustande. Die Bauarbeiten konnten im August 1953 beginnen. Die Eröffnungsfeier der Bahn fand am 22. Juli 1954 statt. Die veranschlagten Gesamtkosten von 1,59 Millionen Franken waren um rund 4 Prozent überschritten worden.

Die ersten Kabinen boten 40 Personen Platz, 1963 wurden sie mit Kabinen für 50 Personen ersetzt. Zu diesem Zeitpunkt war auch der Ausbau der Talstation abgeschlossen. 1973 ist der alte Antriebsmotor durch einen neuen, 425 PS starken Motor ersetzt worden. Die Förderleistung steigerte sich um ungefähr 12 Prozent. Die Wartezeiten an der Talstation nahmen ab. In den Jahren 1991 und 1992 folgte ein weiterer Ausbau. Die alte Luftseilbahn wurde mit Ausnahme der Tal- und Bergstation komplett erneuert. Seit dem 26. August 1992 verkehren zwei geräumige 80er-Kabinen zwischen Wengen und dem Männlichen. Die Fahrzeit verkürzte sich von 6-7 Minuten auf 4-5 Minuten. Die Umbaukosten beliefen sich auf rund 8,7 Millionen Franken.

Dramatischer Einfluss auf die Geschichte der Luftseilbahn nahm der Lawinenwinter 1999. Enorme Schneemengen verbunden mit stürmischen Nordwestwinden führten zu einer aussergewöhnlich gefährlichen Situation. Zahlreiche grosse Lawinen verschütteten Zufahrtswege, Bahnen und Gebäude. In der Nacht vom 22. auf den 23. Februar 1999 traf eine Lawine mit aller Wucht die Talstation der Männlichenbahn in Wengen. Mehr als zehn Meter hoch war der Perronbereich mit Schnee, Bäumen und Steinen bedeckt. Der Bahnbetrieb musste mehrere Monate stillgelegt werden. Die Abteilung für Naturgefahren des Kantons Bern entschied, der Bahn ab dem alten Standort keine Betriebsbewilligung mehr zu erteilen – ein harter, aber vernünftiger Entscheid. Der Verwaltungsrat fasste am 14. April 1999 den Beschluss, die Talstation ausserhalb der Lawinenzone in der Nähe der Dorfstrasse neu zu bauen. Nun galt es, in Windeseile zu planen, Bewilligungen einzuholen und den Bau zu realisieren. Anfang Dezember 1999 konnte die erste Kabine bergwärts fahren.


Datum Ereignis
1930-1939 Erste Gedanken zur Erschliessung des Männlichen-Plateaux mittels Luftseilbahn.
1946-1949 Gründung Initiativkomitee
25. März 1950 Gesuch um Erteilung der Konzession
14. Februar 1951 Erteilung der Konzession
29. Oktober 1951 Öffentliche Auflage des Prospektes zur Gründung der Aktiengesellschaft
15. September 1952 Gründung der Aktiengesellschaft
1. August 1953 Beginn der Bauarbeiten
5. Juni 1954 Eröffnung des fahrplanmässigen Betriebes
22. Juli 1954 Eröffnungsfeier der Bahn
27. Oktober 1954 Kollaudation der Anlage
1962 Ausbau der Talstation
1963 Erster technischer Ausbau
Die ursprünglichen, 40 Personen fassenden Kabinen wurden durch solche für 50 Personen ersetzt
1973 Zweiter technischer Ausbau
Ersatz des elektrischen Antriebes und Installation der Fernsteuerung
1991/1992 Dritter technischer Ausbau
Neubau der Bahn, Ersatz der 50 Personen fassenden Kabinen durch solche für 80 Personen
1999 Neubau der Bahn nach dem Lawinenschaden vom 22. Februar 1999.
25. Dezember 1999 Betriebseröffnung der heutigen Bahn nach nur 113 Tagen Bauzeit.
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